Am 20. Mai ist Weltbienentag!

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Brummer im Glück

Wie du deinen Garten zum Paradies für Wildbienen machst

Am 20. Mai ist Weltbienentag! Ein perfekter Anlass, um nicht nur die Sonne im Garten oder auf der Terrasse zu genießen, sondern auch einen Blick auf unsere wichtigsten Gartenhelfer zu werfen. Wenn wir an Bienen denken, haben wir meistens die klassische Honigbiene im Kopf. Doch die wahre Heldin der biologischen Vielfalt ist oft viel kleiner, lebt allein und trägt Pelz: die Wildbiene.

In diesem Beitrag erfährst du, warum die fleißigen Solitärbienen unsere Hilfe brauchen, warum weniger Perfektionismus im Garten echter Naturschutz ist und wie du mit den richtigen Pflanzen und Projekten aus unserem Gartencenter ein echtes Summ-Paradies erschaffst.

Die ökologische Perspektive

Honigbiene vs. Wildbiene

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum: Wer einen Imker-Bienenstock im Garten aufstellt, tut automatisch etwas für den Naturschutz. Ganz so einfach ist es leider nicht.

  • Konkurrenz am Buffet: Honigbienen sind perfekt organisiert und rücken direkt in Mannschaftsstärke aus, wenn eine Futterquelle entdeckt wird. Für die oft spezialisierten Wildbienen bleibt dann kaum noch etwas übrig. Mehr Honigbienen bedeuten in einer strukturarmen Landschaft paradoxerweise oft weniger Futter für Wildbienen.
  • Spezialisten auf Nahrungssuche: Während die Honigbiene nicht allzu wählerisch ist, fliegen viele Wildbienenarten nur ganz bestimmte, heimische Pflanzen an. Fehlen diese im Beet, hungert die Wildbiene – selbst wenn der gefüllte Pracht-Rhododendron direkt daneben steht.

Die goldene Regel für deinen Einkauf: Setze auf Vielfalt und heimische Gewächse. In unserer Pflanzenabteilung erkennst du diese ganz leicht an den Kennzeichnungen für Bienenfreundlichkeit.

Mut zur Lücke

Warum weniger Ordnung mehr Artenvielfalt bringt

Wir alle lieben einen gepflegten Garten. Doch für den Naturschutz gilt hier ausnahmsweise: Perfektionismus ist der Feind des Guten. Ein akkurat englischer Rasen, penibel gejätete Beete und bis zum Boden zurückgeschnittene Stauden bieten weder Nahrung noch Unterschlupf.

Wenn du den Insekten etwas Gutes tun willst, lass einfach mal fünfe gerade sein:

  • Lass verblühte Staudenstängel über den Winter stehen. Viele Wildbienenlarven überwintern genau dort hineingebohrt.
  • Dulde eine "wilde Ecke" im Garten, in der Totholz liegen bleiben und Brennnesseln wachsen dürfen. Die Holzbiene zum Beispiel liebt es, Höhlen in morsches Holz zu bohren, um dort die Brut aufzuziehen. Sie freut sich über abgestorbene, sonnenbeschienene Baumstämme, die noch nicht allzu morsch sind.
  • Verzichte auf chemischen Pflanzenschutz. Nutze stattdessen biologische Alternativen wie nützlingsschonende Seifenlaugen oder Pflanzenstärkungsmittel aus unserem Bio-Sortiment.

Der „Mähfreie Mai“ (No Mow May)

Lass es wachsen!

Ein Trend, der direkt aus der Wissenschaft kommt und maximalen Effekt bei minimalem Aufwand bietet: der mähfreie Mai.

Welche Vorteile ergeben sich für die Artenvielfalt?

Wenn der Rasenmäher im Mai Pause hat, passiert etwas Wunderbares: Pflanzen wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee und Ehrenpreis kommen endlich zur Blüte. Diese vermeintlichen "Unkräuter" sind in Wahrheit eine lebenswichtige Tankstelle im Frühjahr. Gleichzeitig bietet das höhere Gras Schutz für unzählige Kleinstlebewesen.

Genügt es auch, einige mähfreie Inseln anzulegen?

Ja, absolut! Wer nicht den gesamten Garten 'verwildern' lassen möchte (oder wessen Rasen auch als Spielwiese dient), setzt auf die Zonen-Methode. Stecke im Mai einfach ein paar charmante "Rasen-Inseln" ab, die komplett unberührt bleiben, während du die Gehwege dazwischen wie gewohnt mähst. Das sieht gestalterisch sogar richtig modern aus und lässt sich mit unseren Rasenmähern mit präziser Schnitthöhenverstellung perfekt umsetzen.

Wohnraum gesucht

Wildbienenarten und ihre bevorzugten Nistplätze

Es gibt in Deutschland über 550 Wildbienenarten. Die wenigsten davon wohnen in den typischen, im Handel erhältlichen Insektenhotels. Denn rund 75 % aller Wildbienenarten nisten im Boden!


1. Das Sandbeet (Sandarium) – So legst du es an

Arten wie die Sandbiene oder die Hosenbiene brauchen offene, sonnige Bodenstellen. Ein klassischer Rasen ist ihnen zu dicht. So baust du ein einfaches Sandbeet:

  • Der Standort: Vollsonnig, windgeschützt und nah an bienenfreundlichen Pflanzen.
  • Das Material: Du benötigst ungewaschenen, groben Sand (z. B. Spielsand oder Grubensand aus unserer Baustoffabteilung). Wichtig ist, dass der Sand formstabil ist, wenn er feucht wird, damit die gebohrten Gänge nicht einstürzen.
  • Die Umsetzung: Hebe ein Beet ca. 30–40 cm tief aus und fülle es mit dem Sand auf. Ein paar größere Natursteine oder Totholzstücke dazwischen speichern die Wärme und dienen den Bienen als Orientierung und Landebahn.

2. Nisthilfen für oberirdische Brüter

Für die restlichen 25 % (wie die Rote Mauerbiene) sind klassische Nisthilfen ideal – wenn sie richtig gemacht sind. Achte beim Kauf oder DIY-Bau in unserer Holzwerkstatt auf folgende Kriterien:

  • Hartholz statt Nadelholz: Nutze Hartholz (z. B. Buche oder Eiche). Nadelholz splittert und kann die empfindlichen Flügel der Bienen verletzen.
  • Saubere Bohrungen: Die Löcher (Durchmesser 3 bis 8 mm) müssen quer zur Faser gebohrt und sauber abgeschliffen sein.
  • Schilf- und Bambusröhrchen: Diese müssen hinten geschlossen und vorne sauber gekappt sein.

Tipp aus dem Markt: Hänge deine Nisthilfe immer vollsonnig und wettergeschützt (Richtung Süd/Südost) auf. Im Schatten verpilzen die Larven.

Die Einkaufsliste fürs Bienenparadies

Pflanzen & Sortiment

Egal ob großer Garten oder kleiner Balkon – mit der richtigen Auswahl blüht es vom Frühjahr bis in den Herbst. Wildbienen benötigen ungefüllte Blüten, bei denen die Staubblätter frei zugänglich sind.


Top-Pflanzen für sandige, trockene Böden (Die "Hungerkünstler")

Wer ein Sandbeet anlegt oder ohnehin mit trockenem Boden kämpft, greift zu diesen robusten und extrem bienenfreundlichen Stauden:

Pflanzenart

Blütezeit

Warum Wildbienen sie lieben

Färberkamille

Juni – September

Magnet für Furchen- und Sandbienen

Natternkopf

Mai – August

Die absolute Leibspeise der Mauerbienen

Fetthenne (Sedum)

August – Oktober

Wichtige späte Nektarentankstelle

Wollziest

Juni – August

Wollbienen nutzen die Haare für den Nestbau


Für die Terrassen- und Balkonbepflanzung

Auch im Pflanzkübel auf der Terrasse lässt sich viel bewirken. Kombiniere einfach Nutzpflanzen mit Zierstauden:

  • Kräuter: Lass Thymian, Oregano, Rosmarin und Salbei ruhig aufblühen. Die Blüten sind echte Insektenmagneten.
  • Dauerblüher: Fächerblume, Männertreu oder ungefüllte Dahlien setzen tolle Farbakzente und füttern den ganzen Sommer über.

Dein Baumarkt-Projekt zum Weltbienentag

Möchtest du dieses Wochenende direkt durchstarten? Hier ist dein schneller Fahrplan in unseren Markt:

  1. Ab in die Gartenabteilung: Heimische Wildstauden, bienenfreundliches Saatgut ("Bienenweide") und torffreie Bio-Erde einpacken.
  2. Stopp bei den Baustoffen: Ein paar Sack Grubensand und Natursteine für das Sandbeet mitnehmen.
  3. Werkzeug-Check: Eine stabile Schaufel, eine Gartenschere für den schonenden Rückschnitt und vielleicht das passende Material für ein DIY-Insektenhotel.

Mach deinen Garten zum Naturschutzgebiet im Kleinformat. Unsere Experten im Markt beraten dich jederzeit gerne bei der Auswahl der passenden Materialien und Pflanzen. Lass es summen!